Zumindest bis jetzt! Also, Spieltag Nummer 10 ist absolviert – zum Glück mit einem Sieg – und somit ist es wieder an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Warum nach 10 Spieltagen? Wegen des metrischen Systems! 😉 Nein, ernsthaft, mit 10 Spielen ist grob ein drittel der Saison rum und es bietet sich eine Standortbestimmung an. Vor allem auch, weil ich wieder eine ganz tolle Grafik für Euch hab:

Platz 14, 11 Punkte, 3 Siege, 2 Remis, 5 Niederlagen, 8:15 Tore (-7)

Aussagekräftig ist das allemal und wer sich erinnern will, in der letzten Saison standen wir genauso da (hier). Um noch genauer hinzusehen:

Heim: 5 Pkt., 1 Sieg, 2 Remis, 2 Niederlagen, 3:5 Tore, Differenz -2
Auswärts: 6 Pkt., 2 Siege, 0 Remis, 3 Niederlagen, 5:10 Tore, Differenz -5

Auch hier ist es genauso wie letztes Jahr: Die Auswärtsbilanz sieht noch immer ganz gut aus, aber zuhause sind wir nicht wirklich eine Macht. Mal im Verhältnis zur Liga:

Heimtabelle Platz 13
Auswärtstabelle Platz 11
Geschossene Tore Platz 15
Bekommene Tore Platz 9

Hier vorne weg ein großes ABER: Der Platz 9 bei den Gegentoren ist deshalb so gut, weil insgesamt 5 Teams 15 Gegentreffer kassiert haben. Auch das ist wieder ziemlich das gleiche wie zum jetzigen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Also muss wieder die “einfache, aber sehr effektive Tendenzgrafik” (Sieg aufwärts, Niederlage abwärts, Remis gleich) her:

Bilanz “S-U-S-N-N-N-N-U-N-S“

Die Tendenzgrafik zeigt das, was wir eh schon wissen: Wir waren am Anfang der Saison über unserem Niveau, sind dann abgerutscht und nun darunter – ein Börsianer würde hier einen langfristigen Abwärtskanal sehen!

WAS bedeutet das also? Genau diese Parallelen zur letzten Saison beweisen es: Der abermalige Verlust von Schlüsselspielern ist wieder mal nicht (sofort) zu kompensieren. Letztes Jahr haben wir uns erst in der Rückrunde gerettet – hoffentlich klappt das wieder!

Wer aber jetzt hier die Verteidigung als Schwachpunkt ausmachen will, der sieht sich getäuscht: Mit Maroh und Wollscheid wars 2011 genauso schlimm! Appropos, Maroh: Es wurde zuletzt ja wieder gejammert und in Facebook sogar gefleht, er möge doch bitte, bitte wieder an den Valznerweiher zurückkommen. Ich mochte ihn auch, aber in Köln ist er auch nicht sooo erfolgreich (hier lesen). Hatte Hecking doch Recht?

Relvorsprung:

Das ist das einzige, was wirklich zählt und hier sind wir mit 3 Punkten Vorsprung auf die Relegation etwas beruhigter. Übrigens, der Relvosprung war seit seiner Einführung am 30.10.2010 noch nie im Minusbereich! Wenn das so bleibt, dann ist alles gut! 🙂

Bomber-Manolo-Statistik:

Diese Statistik lasse ich in Zukunft weg, da ich als Monster-Pessimist einfach nicht so relevant bin. Aber dafür gibt es jetzt die…

1,2 Punkte-Linie:

Tja, das kommt dabei raus, wenn ein Glubberer-Herz mal nicht einschlafen kann! 🙂 Tenor: Wie schaffen wir die 40 Punkte? Kann man die ganze Saison ungeschlagen sein und mit 34 Unentschieden absteigen? Wann kann man sich ne Niederlage erlauben?

Dabei bin ich auf folgende Weisheit gekommen: Man muss in jedem Spiel im Schnitt 1,2 Punkte (abgerundet) holen. Das heißt nach dem ersten Spieltag 1 Punkte, nach dem zweiten 2 Punkte und so weiter. Erst nach dem 5 Spieltag müssten es dann schon 6 Punkte sein. Das ergibt folgende Grafik:

Gut, das klingt wirr (ich konnte wirklich nicht schlafen), aber wir erhalten dadurch eine Linie, auf deren Nordseite das Leben schön ist und auf deren Südseite die Hölle droht. Ist ein bisschen wie mit der Donau!! 😉

In rot seht Ihr die Punkteausbeute des 1.FC Nürnberg und die grüne Linie ist die Linie der Hoffnung! Wir sehen also, wir sind immer noch im Süden….

Fazit der gesamten Statistik:

Das könnte man eigentlich mit dem Ausspruch von Claus Lufen sagen: „Geduld liebe Fans, in Nürnberg ist die Lage lange nicht so schlimm wie ihr sie seht!“ – Klar, es könnte besser sein, aber geben wir dem Team um Bader und Hecking etwas Zeit. Vielleicht wird ja in der Winterpause noch nachgelegt?

Eine Saison der Extreme eben: Wir waren schon oben und wir waren schon unten, die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen liegen!

Was gegen uns spricht:

Ist das Damoklesschwert der 4. Bundesligasaison und natürlich der x-te Aderlass an Spielermaterial. Des kann ja auch mal schiefgehen…

Was für uns spricht:

Is die Ruhe und Unaufgeregtheit, die uns auch in den letzten Jahren immer ausgezeichnet hat! Außerdem kann man einfach sagen: Wir hatten unsere Krise schon, und damit ist nicht nur die sportliche gemeint. Auch solche Dinge wie Spielerrauswürfe und „Hecking raus“-Rufe. Jetzt sollten ALLE wieder an einem Strang ziehen!

Darum: Alles für den Glubb!


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9 Kommentare zu “Erstes Fazit nach 10 Spieltagen: Saison der Extreme?”

  1. Muffi8 sagt:

    Und heute in Mainz gibts 3 Punkte. Ich spür’s beim Pissen.

  2. Mike sagt:

    Mal eine Frage, du erwähnst immer den „Relvosprung“, (in diesem Artikel ausnahmsweise nicht). Was soll das denn sein?

  3. @ Mike: Das ist der VOrSPRUNG auf den RELegationsplatz! Das einzige was zählt! 🙂
    Aber hast Recht, der sollte hier auch rein…

    @ Muffi: Wäre herrlich, wenn ich schon mal wieder dabei bin! 🙂

  4. Claus sagt:

    Mal eine Bemerkung zum „x-ten Aderlass an Spielermaterial“:
    Wenn man sich mal die Startelf vom 1. Heimspiel der letzten Saison anschaut, dann bräuchte man „nur“ Wollscheid gegen Klose tauschen und könnte heute dieselbe Elf aufs Feld schicken. Der Verlust von Wolle war zweifelsohne schmerzhaft, aber alle anderen abgegebenen Spieler wollte man nicht mehr halten (nein, über Maroh lasse ich mich jetzt nicht aus). Diese in der jüngeren Vergangenheit nicht gekannte Kontinuität und die zumindest auf dem Papier Verstärkungen (Kiyo ist zweifelsohne eine, auch wenn er sich in der Negativserie mehr und mehr dem allgemeinen Niveau angepasst hat) hat doch die Hoffnung geschürt, dass eine Platzierung wie in der vergangenen Saison machbar ist (kann ja noch werden, in der Rückrunde). Und nach dem Sahnestart nach 3 Spieltagen schien diese Hoffnung ja mehr als realistisch, man konnte sogar auf eine bessere Platzierung hoffen. Nein, Bomber, einen „Aderlass“ lasse ich diese Saison nicht als Entschuldigung durchgehen. Wir hätten auf dem Papier mit Esswein, Kiyotake, Gebhart und Mak eine Offensivabteilung, die jederzeit in der Lage sein sollte, Pekhart und/oder Polter mit Flanken zu füttern bzw, selbst zuzuschlagen, dazu noch Chandler, Pino und/oder Plattenhart von hinten. Warum das nicht bzw. nur bei Standards funktioniert, das ist die große Frage, die Dieter Hecking lösen muss, neben der Frage, warum einige Spieler (Esswein!) so dermaßen weit von der Form weg sind, die sie schon hatten. Aber auch ich hoffe bereits auf die Rückrunde.

  5. Claus sagt:

    Nachtrag: Da Platte hinten ab und zu Unsicherheit ausstrahlt, mir aber seine Akzente nach vorne gefallen, würde ich ihn wirklich mal gerne als Linksaußen sehen, vor allem, wenn Esswein weiter so unterirdisch spielt.

  6. @ Claus: OK, da muss ich Dir auch irgendwie Recht geben – endlich mal einer der mit mir diskutiert! 😉 Mit „Aderlass“ war der überragende Wollscheid sowie der Didavi, der in jedem Spiel eines geschossen und eines aufgelegt hat. Aber speziell bei Didavi sieht man ja, dass wenn wir den gekauft hätten, wir wg dessen Kreuzbandverletzung auch nicht auf ihn zugreifen könnten.
    Aber vollkommen Recht hast Du mit Esswein – und da zähl ich auch einen Mack dazu! Jeder hat schon gesehen was die könnten! Was die leisten begreif ich net!

  7. Claus sagt:

    Das was Didavi letzte Rückrunde gezeigt hat, traue ich Kiyotake und Gebhart jederzeit in der nächsten Rückrunde auch zu, die brauchen vielleicht wirklich noch etwas Zeit. Die Crux ist wirklich die Form der anderen Spieler. Allgemein war ich wir eigentlich sicher, dass in der Sommerpause die Defensive geschwächt, die Offensive jedoch verstärkt wurde. Bis jetzt war eigentlich nur ersteres zu sehen. Das muss anders werden!

  8. @ Claus: Bader hat ja schon angekündigt in der Winterpause nachzulegen! Also nach dem Mainz-Spiel muss ich fast sagen, wir brauchen an gscheidn Stürmer!! Was meinst Du?

  9. Claus sagt:

    Ich weiß es nicht. Ich halte von Pekhart und auch Polter eigentlich viel, aber insbesondere bei Pekhart scheint wirklich die Übung zu fehlen. Er muss so viel nach hinten arbeiten und bekommt so wenige verwertbare Bälle, dass er seine wenigen Chancen dann nicht nutzt. Auch das ist ein Knoten, der mal platzen müsste. Mir fällt immer wieder auf, dass er häufig in Position läuft und dann den Ball nicht bekommt, weil z. B. Pino den Ball dann lieber in die Wolken drischt (Pekhart stand frei vor dem langen Pfosten, war auf Schalke). Das Problem liegt mMn bei den Jungs dahinter. Einen Kunstschützen, wie es der Eigler ab und zu gezeigt hat, könnten wir brauchen, aber auch das traue ich Kiyotake prinzipiell zu. Wenn alle endlich mal ihr Potential abrufen würden und Pässe auch mal ankommen würden (Was trainieren die eigentlich die ganze Woche? Und was hat man in der ewig langen Vorbereitung trainiert? Laufwege?), dann bräuchte es auch keine Verstärkung.

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