Das war ernüchternd! Gabs nach dem 0:7 in Dortmund noch zuhause ein überzeugendes 3:0, so setzte es nun nach dem 0:6 in Leipzig die erste Heimniederlage nach der Rückkehr in die Bundesliga: Der 1.FC Nürnberg verliert nach starker 1. Halbzeit zuhause gegen Hoffenheim mit 1:3. Torhüter Christian Mathenia bekam zum ersten Mal das Vertrauen des Trainers und bot eine sehr starke Leistung – was aber letztendlich nicht reichte, da zuviele gute Bälle auf sein Tor kamen. Jetzt haben wir dann doch langsam ein Problem.

Denn flapste ich vor 2 Wochen noch, dass es egal wäre auswärts Klatschen zu beziehen, wenn danach immer das Heimspiel gewonnen wird (gut, wäre auch immer noch der Meinung), so muss man jetzt sehen dass schon ein Heimsieg fehlt in der Rechnung.

Obwohl ja der FCN gut begonnen hat: Vorne setzte man immer wieder Nadelstiche, hinten stand man zu Beginn relativ sicher und was durchkam parierte der glänzend aufgelegte Mathenia. Gleich nach Beginn war Ishak allein durch, zog aufs Tor doch knapp links vorbei – dabei aber verletzte er sich, obwohl der Schiedsrichter ohnehin auf Abseits entschieden hatte. Der Schwede konnte aber vorerst weitermachen, musste aber in der 41. vom Feld und fällt wohl bis Mitte November aus.

In der 18. Minute dann ein weiter Abschlag von Mathenia, Misidjan versucht den Ball anzunehmen und Adams räumt ihn um. Elfmeter! Eine Sache für Kapitän Behrens: Trotz Cut über dem Auge, den er sich vorher bei einem Kopfballduell zuzog verwandelte er sicher! 1:0! Sehr geil!

Dann aber kamen wütende Angriffe der Hoffenheimer, doch jedes Mal war Mathenia auf dem Posten. Zwei Mal sah es sogar so aus als wäre der Ball verdeckt gewesen, aber der ehemalige HSV-Torwart tauchte ab und rettete das 1:0 in die Pause!

Vorher aber wollte Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin noch etwas Einfluss nehmen: Gegen Valentini wegen eines normalen Fouls, bei dem er sogar den Ball spielte, die gelbe Karte. Ebenso gegen Löwen, der sich zurecht wegen 2 Fehlentscheidungen an der Auslinie beschwerte. Schließlich gabs dann noch 7 Minuten Nachspielzeit oben drauf… komischer Kauz.

Nach dem Pausentee dauerte es aber dann nicht mehr lange, bis das FCN-Bollwerk überwunden wurde: Kaderabek stand rechts im Sechzehner frei und passte auf Nelson, der volley 8 Metern einnetzte (50.). Wenig später wieder Kaderabek, der zu Demirbay und wieder auf Nelson, der das Ei unter die Latte nagelte. Der FCN starr vor Angst, sodass sich Hoffe die Bälle quer über den Platz zuspielen konnte: Langer Ball auf Kaderabeks, der wieder laaaaang auf den 2. Pfosten wo Szalai einnicken konnte (67.). Tja, Messe gelesen…

Nicht ganz, die TSG zog sich zurück und Nürnberg kam noch mal zu Offensivaktionen (erster Eckball in der 87. Minute). Die größte Chance hatte Knöll alleine vor Baumann, der aber parieren konnte. Wäre hier in der 86. das 2:3 gefallen, hätte es noch mal ein Feuerwerk geben können – aber ja, der Junge ist auch erst 19 und das Retortenbaby war auch die bessere Mannschaft. Vorher gabs trotzdem noch mal Jubel, denn Sebastian Kerk kam in die Partie, sein erster Punktspiel-Einsatz seit dem Achillessehnenriss gegen Union Berlin. Aber dann wars aus, Heimniederlage.

Fazit:

Sehr schade und sehr ernüchternd! In Halbzeit eins noch fast „ebenbürtig“, wenn auch mit Glück und starkem Torwart – und Halbzeit zwei völlig unterlegen. Was war anders? Nunja, Wirbelwind und Kampfsau Ishak war nicht mehr auf dem Platz. Erinnerungen sowie Befürchtungen an seinen letzten Ausfall wurden plötzlich wieder real.

Aber an dieser Stelle mal wieder die Erinnerung an unsere Erwartungen vor der Saison: Mit Abstand der kleinste Etat und die unerfahrensten Spieler. Was wir da sehen ist halt nun einmal „noch“ kein Wunder. Vielleicht wirds ja noch eines – die Saison is noch lang!

Statistik: Tore 1:3, Torschüsse 7:19, Ballbesitz 29%:71%, Zweikampfquote 52%:48%, Laufleistung 120,5:122,7 Km, Ecken 1:7. Viele Zahlen gleichen sich mit denen des Leipzig-Spiels das ja mit 0:6 gründlich in die Hose ging. Fast ist man ob dieser Zahlen gewillt zu sagen, dass man mit 3 Gegentoren noch gut bedient gewesen wäre – aber nur fast.

RelVoSprung +2 Punkte

Er schmilzt, aber noch haben wir 2 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Langsam wären auch mal wieder Punkte nötig, auch für das Selbstvertrauen unserer Jungs. Aber da Düsseldorf (1:7) und Stuttgart (0:4) auch Klatschen bezogen, sehe ich das nicht als völlig unmöglich an ein paar Mannschaften hinter uns zu lassen. Auch wenn wir den kleinsten Etat und so weiter. 🙂

Fans:

Langsam fällt mir kein Superlativ mehr ein! Klasse, toll, spitze, grandios sind diese Choreografien welche die Ultras hier immer wieder aufzaubern (siehe Bild ganz oben). „Auch wenn du mich in den Wahnsinn treibst, steh ich immer treu zu Dir!“ stand quer über dem 9/11er der Ultras und dazu das Stadtwappen und das Vereinswappen, einfach herrlich.

Dazu kam noch das Basti Grau wieder am Megaphon stand und für gute Stimmung sorgte – nur das Ergebnis hat das am Samstag nicht so gepasst.

Das war der Nachzügler-Bericht von vergangenen Samstag. Vorteil ist aber, dass ich so auf Flo Zenger verlinken kann. Seine Analysen sind immer sehr lesenswert.

Wir sehen uns dann am kommenden Sonntag zur Zweitligaspieltzeit um 13:30 Uhr gegen die Eintracht aus Frankfurt, die erschreckend gut drauf ist zur Zeit. Aber wir nehmen den Kampf an, wer weiß vielleicht springt ja eine Überraschung raus!

Alles für rot-schwarz!


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1 Kommentar zu “FCN – Hoffenheim 1:3! Eine starke Halbzeit reicht selten!”

  1. […] FCN – Hoffenheim 1:3! Eine starke Halbzeit reicht selten! […]

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