Jaaaaa! Jaaaaa! Jaaaa! Der Glubb steht in der nächsten Runde des DFB-Pokals! Mit einem 1:1 nach 90 Minuten, einem 2:2 nach Verlängerung und einem 4:2 nach Elfmeterschießen verlangte der FCN seinen Fans mal wieder alles ab! Es war zwar gegen einen Drittligisten, aber kämpferisch auf hohem Niveau und vor allem moralisch eine große Leistung des 1. FC Nürnberg. Ja und vor allem: Es is goud ganga – da fällt das Urteil natürlich besser aus. Christian Mathenia ist der Elfmeter-Held des Abends, ganz klar, aber der Pokalheld ist unterm Strich Tim Leibold!

Denn der Glubb gab den Ton an, während der gesamten Spielzeit. Doch Rostock stand sehr sicher in der Defensive konnte gefährlich kontern. Und in der 35 Minute sogar in Führung gehen: Nach Fehler von Bauer ließ „Bilderbuch-Debütant“ Rhein den Ball durch und Breier konnte vollstrecken. 1:0 für Hansa… gibts ne Pokalüberraschung?

Der Glubb gab nie auf! Auch nach der Pause nicht, doch die Rostocker standen sehr gut hinten! Knöll hatte dann die ganz dicke Chance auf den Ausgleich, doch er vergab. Aber auch Hansa hätte den Deckel draufmachen können: Hildebrandts Schuss ging knapp vorbei. Und die Uhr lief unerbittlich runter. 10 Minuten vor Schluss verpassen Margreitter und Everton eine Hereingabe haarscharf! Die Uhr lief runter, der Glubb lief an….

Dann die 90. Minute: Flanke von rechts, Misidjan verpasst aber Leibold passt auf und legt mit Übersicht in die Mitte zurück, wo der eingewechselte Zrelak zum 1:1 vollstreckt! TOR!

Wieder ein glückliches Händchen, diesmal wars aber nicht der erste Ballkontakt wie beim Frankfurt-Heimspiel. Der Glubb rettet sich in die Verlängerung und hat jetzt den Schwung auf seiner Seite. Doch wieder wurde die Rechnung ohne die Rostocker gemacht, denn die kamen nun immer wieder schwungvoll vor das Glubb-Tor: Mathenia rettet im 1:1 gegen Breier. Dann Freistoß, weil Margreitter neben dem Ball auch seinen Gegner wegräumte. Hildebrandt trat an und setzte einen Traum-Freistoß ins die Maschen! 2:1! Erneute Führung für die Heimmannschaft im Ostseestadion!?

Es ist unfassbar! Fast jede Truppe hat einen Kunstschützen in ihren Reihen, doch Nürnberg gefühlt seit Luboš Kubík keinen mehr! Wie dem auch sei! Jetzt musste der FCN wieder einem Rückstand herlaufen – und wir haben erst am Sonntag gespielt!

Der Glubb gab alles, rannte unermüdlich an, hatte Eckball um Eckball. Dann die 103. Minute und wieder wars Tim Leibold, der sich durch die Mitte „schwanzte“, den ebenfalls eingewechselten Palacios bediente, der den Ball nach einmal Querlegen unter die Latte zimmerte! Ja! 2:2! Wieder zurückgekommen, wieder die Vorteile auf unserer Seite! Jetzt bloß keinen SuddenDeath! Dann wars aus: Elfmeterschießen!

Bei der Wahl des Tores wieder Theater der Rostocker Verantwortlichen, die sehr mit dem Schiedsrichter haderten. Aber um das vorwegzunehmen: Die reklamierten Handspiele werden allesamt nur in München gepfiffen, also kein Problem. Grad Behrens hatte den Arm extra an dem Köper gepresst, gut gesehen vom Schiedsrichter Thomsen.

Dann gings los! Pepic läuft an und trifft. Jetzt Behrens mit Druck, aber trifft überlegen (siehe Foto). Wieder Rostock: Hildebrandt läuft an und Mathenia mit Psychospielchen – hält!! Ja!! Nun muss Margreitter die Führung machen: Er trifft! Nun tritt Bülow an, aber das Psychospielchen kommt nun von den Hansafans!? Immer wieder fliegen Gegenstände auf den Rasen, der Schiedsrichter bricht mehrmals den Elfmeter ab… dann läuft Bülow an und jagt ihn „Hoeneßk“ in den Nachhimmel!! Nun kommt Mühl und baut die Führung aus! Wenn Williams nicht trifft, isses schon rum, aber er vollstreckt. Also darf Tim Leibold ran: Nachdem er schon an den beiden Toren beteiligt war, trifft er den letzten Elfmeter und versinkt in der Jubeltraube! Wir sind weiter!

Fazit:

Völlig klar! Alles wird hier unter dem Gesichtspunkt des Weiterkommens bewertet. Hätten wir beim Elfmeterschießen Pech gehabt und wäre rausgestochen, hätte man fragen müssen, wie sowas sein kann gegen einen Drittligisten, nachdem man Frankfurt erst vor kurzem an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Warum hier Stuttgart gescheitert ist, hat man heute gesehen!

So kann man die Moral loben, das Händchen des Trainers hervorheben, was ja auch den Wechsel von Bredlow zu Mathenia beinhaltet und Leibold feiern, der das nach durchwachsenen Leistungen zuletzt nötig hat! Ein Wort noch zu Rhein: Man sieht, dass keine Bäume in den Himmel wachsen. Die Presse is ja fast durchgedreht, gleich war er ein Star. Lasst doch den Jungen sich ganz normal entwickeln und übertreibt nicht immer alles gleich.

Statistik: Tore 2:4, Torschüsse 19:27, Ballbesitz 37%:63%, Zweikampfquote 44%:56%, Ecken 4:10. Der FCN war völlig überlegen, das sieht man auch an der Statistik! Doch wie immer: Es zählen nur die Tore!

Fans:

Tolle Bilder aus dem Stadion! Tolle Stimmung! Eine Pyro-Show der Heimmannschaft – is zwar verboten und kostet den Rostockern Strafe! Alles fertig für ein Fussballfest!

Dazu wieder viele Glubberer, die in aller Herrgottsfrüh den Weg antreten um ihr Team zu unterstützen.

Aber es gab auch das, was wir nicht wollen: Vormittags trafen sich ca. 300 Nürnberger Nicht-Fans mit Rostockern Nicht-Fans und prügelten sich in Hansestadt neben einer Tankstelle. Die Ausschreitungen müssen derart hart gewesen sein, dass die Polizei Warnschüsse abgeben musste.

Hat nichts mit Fussball zu tun. Wem das Spaß macht, der soll sich mit Gleichgesinnten im Wald treffen, wo man nichts kaputt macht und keine Unbeteiligten gefährdet. Mehr Aufmerksamkeit will ich diesen Leuten nicht widmen.

Denn wir freuen uns über den Einzug ins Achtelfinale!

Alles für rot-schwarz


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1 Kommentar zu “DFB-Pokal: Rostock – FCN 4:6 n.E.! Erst Halloween-Grusel dann Mathenia-Elferheld!”

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