Die Enttäuschung ist immer noch riesengroß, doch so langsam kehrt die Sprache zurück. Warum nur ist es immer wieder der 1.FC Nürnberg? Jedes Mal, wenn man denkt “gut, das war er jetzt wirklich, der absolute Tiefpunkt”, scheint das für diesen Verein eine Herausforderung zu sein und dann folgt der fußballerische Niveau-Limbo! Was haben wir schon schlechte Leistungen gesehen, aber eine völlige Selbstaufgabe wie beim 0:6 gegen Stuttgart, noch dazu in einer Phase, in der es (wieder einmal) um die Existenz des Vereins geht UND man durch Glück eine hervorragende Position ergattern konnte, ist einfach zu viel des Guten. Ganz klar, gegen ein Team wie Stuttgart kann man verlieren, sich aber das Torverhältnis, kurz nach dem 6:0-Sieg in Wiesbaden wieder durch schlichtes Nichtstun zu zerstören, geht einfach nicht. Aber klar, wer als Meister abgestiegen ist und das gleiche als Pokalsieger noch mal geschafft hat, der schafft auch nach einem 6:0 ein 0:6 zu holen. Yes we can. Wir sind der Glubb. Wir sind ein Depp.

Ausgangslage:

Der Glubb hat vor dem letzten Spieltag 2 Punkte Vorsprung vor dem KSC auf dem Relegationsplatz, aber nach dem 0:6-Debakel das schlechtere Torverhältnis. Der Glubb muss nach Kiel reisen, der KSC nach Fürth. Gewinnt der KSC in Fürth, reicht dem FCN kein Unentschieden mehr, sondern auch Nürnberg muss siegen. Für Kiel wie auch Fürth ist die Saison rum, aber beide kämpfen nach eigener Aussage noch um TV-Gelder. Doch bei aller schlechten Stimmung in Nürnberg, man hat es also in der eigenen Hand, ob man die Saison “mit Schrammen” übersteht, in die Relegation muss, oder gar in die dritte Liga muss!

Warum diese Endzeitstimmung?

Dennoch ist Rund um den 1.FC Nürnberg gerade “Land unter”. Andere Abstiegskandidaten wie Karlsruhe, Wiesbaden und vor allem Dresden (schon so gut wie sicher abgestiegen) würden liebend gerne mit uns tauschen! Man versetze sich mal in die Lage des KSC: Wenn der FCN gewinnt, können die in Fürth auch 18 Stück schießen – sie müssten in die Relegation.

Vom Papier her sieht es immer noch “ganz gut” aus – wäre da nicht der nahezu völlige Vertrauensverlust in die Leistungen dieser Truppe – und das, mal ausgenommen den Sieg in Wiesbaden, schon vor der Stuttgart-Peinlichkeit (wer sich fertig machen möchte, der kann ja die Analyse des 0:6 von Flo Zenger lesen…). Seit dem glücklichen 1:0-Sieg in Karlsruhe hat Nürnberg 4 Niederlagen, 4 Unentschieden sowie 1 Sieg geholt. Also ist alleine aus dieser Sicht ein Sieg in Kiel eher unwahrscheinlich. Frage also ob der Trainer vielleicht einen genialen Schachzug in petto hat.

Personaldiskussionen? Jetzt?!

Womit wir bei den verantwortlichen Personen wären: Jens Keller und Robert Palikuca. Beide haben sich bisher wahrlich nicht mir Ruhm bekleckert, wobei ich bei Palikuca weiterhin der Meinung bin, dass man seinen Job eben hinterher sehr leicht beurteilen kann. Denn zu der Zeit seiner Spielerkäufe haben einige, Fans wie Fachleute, mit der Zunge geschnalzt, ob der Spieler die er da an Land ziehen “konnte”. Zu allem Übel äzte die Zeitung mit den viel großen Buchstaben zu Beginn der Woche wieder einen Bericht, dass man “aus zuverlässiger Quelle” erfahren habe, dass der Aufsichtsrat ganz gleich wie das Spiel in Kiel ausgeht wohl eh einen Rauswurf von Keller “beschlossen” hätte. Nun stellt sich die Frage: Ist das die Rückkehr des Chaos-Glubb, bei dem jeder Wichtigtuer Internas an die Presse ausplaudert? Oder hat sich das dieses Blatt aus den Fingern gesogen – denn nach dieser Saison dürfte ein “weiter so” eher unwahrscheinlich sein, sodass man auf diese Schlagzeile auch ohne “heiße Infos” kommen könnte. In jedem Fall ein unmöglicher Zeitpunkt und man sollte beim Aufsichtsrat entweder diesen “Singvogel” finden, oder dieser Zeitung in Zukunft die Besuche von Pressekonferenzen etc. untersagen.

Ob allerdings der Trainer nun wirklich sooo wichtig ist, wage ich zu bezweifeln. Denn da halte ich es mit Chris Biechele vom Kicker: “Wenn die Mannschaft jetzt nicht alles, wirklich alles, in die Waagschale wirft, um die von ihr unisono als “Schande” bezeichnete Niederlage auszumerzen, wann denn dann? Und da spielt es auch keine Rolle, ob und wie sehr Keller an sie noch herankommt. Wer in dieser Situation einen Trainer braucht, um ihn zu motivieren, kann als Fußballer einpacken – als berufsmäßiger gleich zweimal.” Wer JETZT nicht kapiert hat, dem kann man nicht helfen.

Was bedeutet ein Abstieg in die dritte Liga?

Ich möchte den Spielern nicht unterstellen, dass sie sich “absichtlich” hängen lassen. Aber die meisten Spieler kommen im nächstes Jahr bestimmt bei anderen Vereinen unter. Nur für den Verein würde ein Abstieg zum Desaster werden: Denn nur wenige Spieler haben einen Vertrag für die dritte Liga – und für vertragslose Spieler gibt es keine Ablöse! Zu diesem Verlust des “Vereinsvermögens” käme dann hinzu, dass von den TV-Geldern statt bisher gut 14 Millionen nur noch 1,4 Millionen zu erwarten wären und wohl auch Sponsoren den Rückwärtsgang einlegen würden. Dass wir wohl für Jahre dort stranden würden, ist zu erwarten. Das Schicksal des Deutschen Meisters von 1998, dem 1.FC Kaiserslautern, der nach einigen Jahren in der dritten Spielklasse nun Insolvenz beantragen musste, möchte ich nicht an die Wand malen. Bei BeglubbtTV wird es beschrieben, was ein Abstieg bedeuten würde. Mal ansehen. Anmerkung dazu: Wer sich als Fan wirklich “einen Abstieg wünschen” sollte, der hat echt nichts kapiert!

Fazit:

Was bleibt uns also? Wieder mal nur die Hoffnung. Das einzige, was ich ausräumen kann, das ist dass sich die Westvorstadt gegen Karlsruhe “hängen lassen” würde, oder gar “gerne verlieren” würde um den FCN absteigen zu sehen. Das sind Profis und auch dieser Verein wird wissen, dass der Rivale aus Frankens schönster Stadt ihnen das Stadion wenigstens mal voll machen würde, was bei Rostock, Duisburg oder Ingolstadt nicht der Fall wäre. Außerdem sind das gegen den FCN in jeder Saison “sichere 6 Punkte”! 😉

Ich hoffe wir retten uns (irgendwie) zum Klassenerhalt, um einen Neuanfang in der 2. Liga im Spätsommer starten zu können. Hoffentlich müssen wir NICHT in die Relegation, denn da traue ich dieser ängstlichen Truppe gegen einen motivierten Drittligisten noch weniger zu als in Kiel! Und hoffentlich ist endlich mal Schluß mit diesem Niveau-Limbo!

Wie “mei Hanno” sagt: Irgendwie diese Scheißsaison zu (einem guten) Ende bringen!

Hoffen wir das BESTE und drücken die Daumen für Sonntag!

Alles für rot-schwarz


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