Was für ein müder Sonntags-Kick, der eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Tja, aber wie so häufig gelingt dem Gegner der LuckyPunch und nicht dem Glubb. Als der FCN seine 100%ige kurz vor dem Ende vergeben hatte, war eigentlich klar, dass sich das rächen würde. Der 1.FC Nürnberg verliert bei Hertha BSC Berlin mit 2:1 und richtet nun wieder seinen Blick nach unten, da die Abstiegsregion näher rückt. Jetzt muss die Truppe zuhause wieder dreifach punkten, um nicht doch noch mal reinzurutschen. Am besten gleich gegen die Fortuna aus Düsseldorf.

Der Beginn der Nürnberger war mit “verhalten” sehr wohlwollend umschrieben. Der erste Aufreger nach 6 Minuten, als von der Hitz einen Querpaß in der eigenen Hälfte zu Reese spielte, der sofort Geschwindigkeit aufnahm und abzog – zum Glück am langen Pfosten vorbei.

Dann die 20 Minute. Ein Abschlag von Reichert kommt Postwendend zurück, Dudziak setzt sich durch und schickt Brekalo steil, dessen Schuß dem mitgelaufenen Lochshvili durch die Beide und genau ins lange Eck geht. 1:0. Keine Chance vor Reichert. Etwas überraschend, denn Hertha hatte bis dahin einen xG-Wert von 0,11.

Dann plätscherte das Spiel dahin, bis von der Hitz in der Nachspielzeit eine Flanke sauber vor das Tor brachte, wo Tom Baack den Ball ins Tor rennen konnte. TOOOR! 1:1! Endlich treffen mal wir aus heiterem Himmel!

Nach der Pause kam Janisch für den (abgesehen von der geilen Vorlage) überforderten von der Hitz. Kopf hoch, Junge, die nächste Chance kommt bestimmt.

Nun aber der FCN aktiver. In der 62. Minute zieht Nzingoula an der Strafraumgrenze entlang und versucht auf die lange Gambl zu schlenzen – knapp drüber. Das wärs gewesen!

In der 74. Minute kann sich Winkler nach einem Steilpass durchsetzen und abziehen, doch Reichert pariert sehenswert!

Dann die Schlussphase und Hertha mit einigen Flanken vor das Nürnberger Tor. Dardai verlängert per Kopf und Becker fast mit einem Eigentor, doch wieder kann Reichert retten.

Nur eine Minute später setzt sich der eingewechselte Scobel auf der rechten Seite durch und passt scharf vor das Tor, wo Zoma einläuft und über das Tor trifft. Scheinbar hat der Herthaner den Ball noch berührt, denn entsprechend emotional feierte es sich für die Rettungstat. Aber es gab keinen Eckball für Nürnberg.

Wie immer, wenn wir 100%ige nicht machen: In der 88. Minute zieht Brekalo von links in den Strafraum rein, Janisch wird weggeblockt und auch sonst greift ihn keiner an, so dass er wunderbar abziehen und das Ding ins lange Eck knallen kann. 2:1.

Der Glubb warf nun alles nach vorne, aber zwingend wurde es nicht mehr. Niederlage.

Fazit:

Da war mehr drin, auch wenn ich sagen muss, dass ich nach dem Ausfall von Lubach und Markhiev mit einem schlechteren Spiel gerechnet hätte. Von der Hitz kam heute an seine Grenzen, aber er wird daraus lernen. Grimaldi dagegen war in Halbzeit 1 ein Totalausfall und wird das wohl nicht mehr lernen. Umso schöner, dass Klose heute wieder eher gewechselt hat. v.d.Hitz zur Pause und Grimaldi in der 62. Minute. Da können die neuen wenigstens noch was bewirken.

Statistik: Tore 2:1, Torschüsse 14:5, Ballbesitz 54:46%, Zweikampfquote 56:44%, Ecken 3:6, xGoals 0,86:0,88. Tja, das spricht eine etwas andere Sprache, als dass hier mehr drin gewesen wäre. Aber klar, wenn ich davon ausgehe, dass Zoma die 100%ige machen muss, dann muss Winkler das auch – und dann bleibt es bei einer Auswärtsniederlage.

Nun muss gegen Düsseldorf ein Heimsieg her. Denn es nur noch 5 Punkte zum Relegationsplatz….

RelVoSprung -15/+5

Keine Änderungen an Spitze und Ende, denn die beiden spielten ja gegeneinander. 😉 Nach dem 1:1 der Schalker in Fürth bleiben die Königsblauen Spitzenreiter und die Westvorstadt behält die rote Laterne.

Denn Darmstadt verlor in Dresden mit 3:1 und rutschte auf den 3. Platz ab, Paderborn rückte nach dem 2:1-Sieg in Lautern auf den 2. Platz vor.

Dresden ist mit dem Sieg erstmal auf Platz 14 geklettert, aber punktgleich mit der Relegation, auf der nun Braunschweig, nach einem 1:2 zuhause gegen Münster steht. Vorletzter nun Magdeburg nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den KSC.

Die Tabelle hat nur einen “Bruch” und der liegt zwischen Platz 7 (Hertha 37 Punkte) und Platz 8 (KSC 33 Punkte). Das bedeutet, wir gehören zur unteren Hälfte, die durchaus noch in Abstiegsnöte kommen könnte.

Fans:

Eine ganz starke Choreo! Wäre doch nur die Mannschaft so stark wie ihre Fans, dann wäre der FCN in der ersten Liga. Aber das habe ich auch schon häufiger geschrieben. Es waren 6.000 Glubberer, die mit in die Hauptstadt gereist sind und für tolle Bilder und gute Stimmung gesorgt haben.

Die Heimfans auch in ordentlicher Zahl, aber mit dem dümmsten Fan-Song aller Zeiten, sorry. Dieses “Nur nach Hause” ist eine geklaute Melodie (Rod Steward – Sailing), der Verein hat nix davon. Nur dass es von Frank Zander gesungen wird, finde ich ganz nett.

Jetzt steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Düsseldorf an und wie oben schon geschrieben, muss ein Sieg her. Am liebsten wäre mir ein überzeugender Heimsieg! Und dass Ihr am nächsten Tag, am 8. März alle schön zum Wählen geht. Denn merke: Wer nicht wählen geht, braucht nicht meckern!

Alles für rot-schwarz


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