Der FCN tut sich weiterhin auswärts schwer, fast möchte man sagen: Wenigstens nicht verloren. Aber mit etwas mehr Mut wäre ein Sieg drin gewesen. Aber die alte Hans-Meyer-Schule sagt: Auswärts ein Punkt und zuhause gewinnen. So gesehen sind wir auf Kurs. Der 1.FC Nürnberg spielt beim VFL Bochum 1:1-Unentschieden und wartet mit einer Besonderheit auf: Torschütze Zoma machte sein ersten Treffer in der Fremde. Das FCN-Fanradio bezeichnete ihn schon als “Heimschei**er”, frei nach dem Film “American Pie”. Aber das ist ja jetzt vorbei, auch wenn der Gag echt gut war. 😉
Der FCN brauchte etwas, bis er in Bochum ins Spiel fand. Die Heimmannschaft hatte die erste dicke Möglichkeit, aber Marshall köpft zum Glück knapp über das Tor (14. Minute). Nur 8 Minuten später versuchte er es mit den Fuss und zielte auch knapp am linken Pfosten vorbei.
In der 25. Minute wollte Markhiev wohl sein Team mitreissen, doch sein Reissen am Marshalls Trikot brachte ihm die 10. Gelbe Karte ein, damit fehlt er im nächsten Spiel gegen Hertha.
Nach einer halben Stunde kam der FCN dann langsam in die Partie, ohne zwingend zu werden.
Dann die 38. Minute und Nzingoula erobert den Ball und der Glubb mit gutem Umschaltspiel. Der Ball kommt zu Baack, der scharf und flache vor das Tor, wo Zoma einläuft und den Ball ins linke Eck setzt. TOOOR! 0:1! Sehr geil gespielt und endlich machen wir mal einen Treffer aus “heiterem Himmel”!
Nach der Pause versucht Nürnberg nachzulegen, aber wieder nicht zwingend. In der 52. Minute muss Nzingoula verletzt vom Feld. Das wäre bitter, er hat sich schon gut in die Mannschaft integriert und war zuletzt an einigen Toren beteiligt.
In der 58. Minute Lochoshvili mit einem guten Kopfball nach einer Ecke, doch Horn kann parieren. Nur 2 Minuten später Zoma mit einer Schussmöglichkeit, doch leider rechts am Tor vorbei.
Dann die 69. und Bochum mit einer Möglichkeit, doch Reichert pariert sehenswert. Wieder nur 2 Minuten später ein Schuß von Marshall und der Ball geht Lochoshvili an den ausgestreckten Arm. Klarer Elfmeter. Onyeka läuft an und lässt Reichert keine Chance. 1:1.
Jetzt wackelt der Glubb und Klose versucht mit frischen Offensivkräften für Entlastung zu sorgen. Der Plan ging auf, Bochum kam zu keinen Möglichkeiten mehr.
In der Nachspielzeit aber erst wagt sich der FCN noch mal nach vorne, doch Justvans Schuss wird pariert und Scobels Abschluß geht weit am Tor vorbei. Aus.
Fazit:
Mit mehr Mut wäre hier ein Sieg drin gewesen. Diese Offensivaktionen in der Nachspielzeit hätten früher und vor allem häufiger kommen müssen. Aber scheinbar war die Verletzung von Nzingoula ein Bruch im Spiel des FCN. Würde er länger ausfallen, hätte man schon im nächsten Spiel ein Problem, das Markhiev und Lubach gesperrt sind.
Erfreulich für mich aber, wie sich Baak wieder eingebracht hat und sogar einen Scorerpunkt verzeichnen konnte – er wurde ja schon als Fehleinkauf abgestempelt. Ich mag einfach seine “Ralf Dusend“-Vibes. 😉 Und ja, natürlich Zoma mit seinem 9. Treffer. Klasse der Junge.
Statistik: Tore 1:1, Torschüsse 8:9, Ballbesitz 52:48%, Zweikampfquote 43:57%, Ecken 3:3, xGoals 1,5:1,17. Hier ist es wichtig die Statistik richtig zu lesen, denn der xGoals-Wert von 1,5 von Bochum ist nur aufgrund des Elfmeters so hoch. Ohne den stünden hier eine weit bessere Zweikampfquote und mehr Torschüsse zu buche. Also wäre mehr drin gewesen bei diesem Auswärtsspiel.
RelVoSprung -14/+7
Immerhin konnten wir uns mit dem Punkt aus Bochum etwas mehr von der Abstiegsregion entfernen, die mit Magdeburg auf 16 (5:3-Niederlage auf Schalke) beginnt. Fürth konnte mit einem überraschenden 2:1-Sieg gegen Bielefeld die rote Laterne an Dresden abgeben, es sei denn Dynamo holt in Hannover mindestens einen Punkt.
An der Spitze stehen weiter die Schalker nach dem beeindruckenden 5:3-Sieg gegen Magdeburg, vor Darmstadt (2:1 gegen Düsseldorf) und Elversberg (3:1 gegen Braunschweig).
Fans:
Viele Gästefans am Freitagabend im Bochumer Vonovia-Ruhrstadion dabei, Respekt. Die mitgereisten Schlachtenbummler machten auch gut Stimmung und zündeten wieder viel Pyrotechnik. Vielleicht denken die Ultras, dass der 5:1-Erfolg gegen den KSC aufgrund der sehenswerten Pyroshow entstand und wollten den Effekt wieder erzeugen. Leider war das nicht der Fall und es wird wieder einiges an Strafen auf dem Glubb zukommen.
Nun muss der FCN am kommenden Sonntag bei Hertha BSC ran, eine Woche vor der Kommunalwahl. Das ist sicherlich kein aussichtsloses Unterfangen, da die Berliner zwar etwas weiter oben in der Tabelle stehen, zuletzt aber drei Niederlagen in Folge einstecken mussten. Bleibt abzuwarten, ob der Glubb die Ausfälle und Sperren kompensieren kann. Wir drücken die Daumen!
Alles für rot-schwarz
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