Was für ein Heimsieg! Was für eine überzeugende Leistung! Der Glubb hat zum richtigen Zeitpunkt verstanden, was grad im Abstiegskampf abgeht und hat endlich mal gezeigt, was er kann: Der 1.FC Nürnberg gewinnt zuhause gegen den 1.FC Kaiserslautern mit 3:0 auch in der Höhe verdient und hält die Abstiegszone weiter auf Abstand. Denn dort scheint fast jedes Team die “zweite Luft” zu bekommen und holt plötzlich ungeahnte Siege. Persönlich freut mich an dem Sieg, dass sich mein Adam endlich mit einem Tor belohnen konnte! Gut für meine Saisonspende!

Der Glubb legte so los, wie man sich das bei einem Heimspiel wünscht: Sofort Druck auf das gegnerische Tor. Schon in der 2. Minute ein Eckball vor der Nordkurve. Julian Justvan schlägt eine Traum-Ecke direkt auf den Kopf von Lochoshvili, der per Aufsetzer ins Tor trifft! TOOOR! JAA! Herrlich, so muss man die Taktik des Gegners sofort topedieren.

Und wieder steckte der FCN nicht zurück: In der 7. Minute wieder Belagerungszustand vor dem Lauterer Tor. Scobel mit einem verunglückten Schuss, doch in der Mitte kommt Nzingoula per Kopf an den Ball und setzt in knapp über das Tor. Und sofort sind die Fans da, das will man sehen in Nürnberg!

In der 12. Minute wieder Scobel, der auf Zoma passt, der Lauterer Kim kann grad noch per Grätsche retten. Der Gegner aus der Pfalz wirkt zunehmend überfordert. Marlon Ritter versucht lautstark seine Kollegen wachzurütteln. Als das nicht klappt gibt es ein böses Foul an Markhiev, wofür Ritter Gelb sieht. Das nimmt ihn ziemlich aus dem Spiel, gut für Nürnberg.

In der 20. Minute hatten die Fans schon den Torjubel auf den Lippen, als Yilmaz in die Mitte flankt und Scobel nur knapp den Ball per Kopf verfehlt. Nur 2 Minuten später wieder Flanke von links, diesmal von Justvan und Nzingoula verpasst in der Mitte. Im Spielbericht sieht es fast so aus, als wollte er noch ablegen, Glück für den FCK.

Dann die 33. Minute und ein kurzer Schock: Die roten Teufel kommen das erste Mal vor das Nürnberger Tor und der Ball liegt im Netz… doch es war klares Abseits. Aber die Pfälzer dadurch wie erwacht: Nur 1 Minute später wieder dicke Möglichkeit für die Gäste.

Weitere 3 Minute später lenkt sich Reichert eine Flanke von der Grundlinie an die eigene Latte (!) und Skyttä schießt aus dem Hintergrund vorbei. Jetzt bloß nicht die Überlegenheit abgeben und die Führung mit in die Pause nehmen.

In Halbzeit 2 wieder Kaiserslautern mit einer Chance, aber der Fernschuss ist kein Problem für Reichert. Jetzt aber wieder der Glubb: Markhiev mit einen Fernschuss über das Tor (48. Minute).

Die Gäste wechseln nun kräftig durch, alle gelbvorbelasteten Spieler müssen raus, also auch Marlon Ritter. Nur eine Minute später kombiniert sich der FCN in den Strafraum, Zoma kommt an den Ball, dreht sich und wird von Sahin umgerannt. Elfmeter in der 58. Minute!

Adam Markhiev legt sich den Ball zurecht, läuft an und versenkt das Leder in der Mitte des Tores! TOOOR! 2:0! Die Erlösung! Auch mega von der Truppe, dass man den Finnen schießen lässt, damit er sich endlich für seine tollen Leistungen belohnen kann!

Nur 4 Minute später fast das 3:0, aber Krahl kann den Schuß vom glänzend aufgelegten Justvan parieren. Weitere 7 Minuten später wird Zoma geblockt und Justvans Nachschuß geht über das Tor. Danach noch Möglichkeiten für Lochoshvili (75.) und Zoma (78.) ehe nach einer der vielen Nürnberger Ecken Scobel den Ball annimmt und auf der linken Seite auf Lochosvili legt, der sich im Dribbling durchsetzen kann. Sein Schuß knallt von links ins lange Eck! TOOOR! 3:0! Lochoshvili mit einem Doppelpack!

Jetzt war das Spiel entschieden und Miro Klose konnte mit Auswechslungen Dankeschön sagen. Bemerkenswert für mich, dass Noah Maboulou nach seiner “Höchststrafe” in Kiel, mit Ein- und Auswechslung, in die Partie kam. Klose lässt die jungen Leute eben nicht fallen!

Ebenso kam Soldic in die Partie und zeigte, dass von ihm noch einiges zu sehen sein wird!

In der 93. Minute Grimaldi mit dem vermeintlichen 4:0, doch der VAR griff ein und nimmt es zurück. Naja, wir wollen ja unsere Pfälzer Freunde nicht zerstören. 😉

Schlußpfiff. HEIMSIEG!

Fazit:

Das war mal richtig stark! Der Glubb machte von Anfang an Betrieb, Zoma und Scobel immer gefährlich, gingen immer nach. Justvan heute mit der Leistung, die ihm der Sky-Kommentator beim Kiel-Spiel schon zugestand. Vielleicht ist es auch Ralf Dusend, äh Tom Baack, der ihm den Rücken freihält, damit er seiner Kreativität freien Lauf lassen kann? So wie Schwarzenbeck dereinst für Beckenbauer!? 😉

Als Justvan und Nzingoula raus mussten, merkte man schon einen Abfall der Intensität. Der 20jährige Franzose tut unserem Spiel richtig gut!

Statistik: Tore 3:0, Torschüsse 21:6, Ballbesitz 48:52%, Zweikampfquote 55:45%, Ecken 11:1, xGoals 2,88:0,52. So muss ein Heimspiel aussehen! Wobei ich mich ernsthaft frage, wie Lautern auf 52% Ballbesitz gekommen ist? Wird das “Ball aus dem Netz holen” wohl als Ballbesitz eingerechnet? 😉

Nein, wieder ernsthaft. Das war eine Klasse Leistung. Und Soldic macht richtig Spaß, bitte bleib gesund, Junge!

RelVoSprung -15/+8

Wie wichtig dieser Heimsieg war, sehen wir wieder, wenn wir auf die Abstiegsränge blicken: Letzter ist nun Münster, die durch ein 1:3 gegen Magdeburg zuhause “Verlierer des Spieltags” sind. Magdeburg nun Vorletzter und Kiel springt durch einen 3:2-Sieg in Bochum auf den Relegationsplatz.

An der Tabellenspitze wird es dagegen etwas langweilig. Schalke hält sich durch ein 1:1 in Darmstadt auf Platz 1, vor Elversberg (3:1 gegen Bielefeld) und Paderborn (2:1-Sieg gegen Dresden). Die Westvorstadt hat nach der 3:1-Niederlage in Karlsruhe nur noch 1 Punkt Vorsprung auf die Relegation – wo wie Braunschweig (13.) und Dresden (12.) auch. Ich sag es wieder: Zum Glück haben wir etz 2x gewonnen!

Fans:

Das war beeindruckend! Die Lauterer hatten schon vor der Begegnung ausgelotet, das Spiel in Nürnberg zu einem “Heimspiel” machen zu wollen und hatten ein weiteres Kontingent Tickets geordert. Beim nicht gegebenen Treffer der Pfälzer konnte man sehen, wo überall die Leute aufgesprungen sind. Ich würde 5.000 Gästefans schätzen, die sich an Meister-Spieler Olaf Marshall erinnerten, der seinen 60. feierte (siehe Plakat).

Aber auch ohne diese war die Begegnung gut besucht, mit knapp 40.000 Zuschauer. Speziell die Nürnberger Kurve machte tolle Stimmung. Aber klar, endlich machte die Mannschaft auch mal was nach vorne, hatte fast 5minütlich Tormöglichkeiten. DAS will man in Nürnberg sehen.

Nun ist Länderspielpause, das heißt wir können das Gefühl des 3:0-Heimsieges sogar eine Woche länger genießen. Erst einen Sonntag später muss der FCN zum Osterfest in Braunschweig ran. Ein unangenehmer Gegner, aber nach der Leistung gegen Kaiserslautern ist mir da nicht bange! Weiter so, Männer!

Alles für rot-schwarz


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