Unfassbares Spiel nach einer unfassbaren Woche! Den Rekorden über Duisburg, Bochum und Fürth folgte eine Heimniederlage gegen die gute Arminia aus Bielefeld. Der Glubb hatte aber diesmal nicht das kaltschnäuzige Glück der letzten Wochen und vergab eine Chance nach der anderen. Zu guter Letzt sorgte ein kapitaler Fehler eines der besten in den vergangenen Wochen für den Lucky Punch für die Gäste. Schon zeigt sich das dünne Nervenkostüm der Fans, während die Ultras weiterhin den Derbysieg über die Westvorstadt feiern. Ein gebrauchter Nachmittag. Aber die Saison ist noch lang.

Bielefeld gab tierisch Gas zu Beginn. Erst nach dem Versemmeln einer 1000%igen über das leere Tor wachte der FCN auf. Nun hatten wir auch Chancen, doch leider zeigte sich hier schon das Problem des Tages: Die Chancenverwertung. Ishak zum Beispiel war nach einem unglaublichen 60-Meter-Pass von Ewerton alleine vor Ortega, verzog aber links neben das Tor. Kurz vor der Pause kam dann noch Möhwald für den verletzten und davor unglücklichen Salli.

Nach der Pause spielte der Held von Fürth, Cedi Teuchert, für den überraschend blassen Tobias Werner, und sollte zum tragischen Held des Nachmittags avancieren. Eine Reihe von guten Einschlussmöglichkeiten ließ der junge Nürnberger liegen, die größte als er allein vor Ortega zu Isahak querpassen wollte, aber den zurückgeeilten Arminien in die Füße spielte. Bielefeld kam dann einmal vors Tor, strammer Schuss, Krischbaum konnte nur nach vorne abprallen lassen, doch der Nachschuß saß – 0:1. Vor einem Torwartfehler würde ich aber hier nicht reden. Erinnerungen an das Spiel gegen St.Pauli wurden wach.

Aber nicht nur Teuchert und Kirschbaum hatte Pech, nein auch die anderen, vermischt mit einer Portion Unvermögen: Nach dem Tor schoss erst Ewerton an den linken Pfosten, wenig später lenkte Ortega einen Fernschuss von Möhwald an die Querlatte, schließlich war es Ishak der per Heber die Oberkante der Querlatte traf. Unmöglich!

Aber Arminia blieb gefährlich und Kirschbaum rettete ein ums andere Mal. Dann endlich die 79. und der Ausgleich: Behrens köpft aus kurzer Distanz nicht aufs Tor, sondern zu Ishak, der aus 5 Metern einschießen konnte. 1:1! Die Truppe ist noch mal zurückgekommen, trotz dieses Pechs, Klasse!

So hätte ich es geschrieben, hätte es die 86. Minute nicht gegeben: Löwen verliert als letzter Mann den Ball gegen Kerschbaumer (durch Regelwidrigkeit: gestrecktes Bein bzw. offene Sohle), beschwert sich noch beim Linienrichter statt gleich den Zweikampf zu suchen und der „Rotzer“ setzt ihn an den Innenpfosten und von da ins Tor. 1:2. Klasssischer Lucky Punch kurz vor Schluß. Kennen wir gegen die Arminia. Zu allem Übel wurde kurz vor Schluß der unglückliche aber sehr engagierte Teuchert ausgewechselt: Höchststrafe für einen Spieler! Dann war Schluß.

Fazit:

Bomber Manolo sagt: „Der Glubb machte heute ein starkes Spiel und hätte mit der kaltschnäuzigen Chancenverwertung der letzten Wochen wohl einen 5:2-Erfolg eingefahren!“ Denn ich merke den fränkischen Fatalismus im Umfeld des FCN – etz is wieder alles Mist. Sehe ich nicht so!

Zwar hätte ich auch Bredlow nach seiner starken Vorstellung in Fürth im Kasten gelassen – so als Dankeschön – aber Kirschbaum sehe ich nicht als Schuldigen. Beim tragischen Helden Teuchert muss ich sagen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, einen begehrten Spieler, um dessen Vertragsverlängerung man sich bemüht, derart vor den Kopf zu stossen. Einwechseln und dann wieder auswechseln ist nicht gut. Zwar kann ich erahnen dass Köllner mit Margreitter einen kopfballstarken Spieler bringen wollte, aber das find ich nicht gut. Die Körpersprache von Teuchert zeigte auch deutlich, dass er dass ebensowenig verstand. Hoffentlich kann Köllner das glätten. (Anmerkung: Teuchert ggü. dem Kicker:„Das ist nicht schlimm, Georg ist im Kopfball mit Abstand besser als ich.“ via CU)

Löwen war dann im Endeffekt auch eine tragische Figur, obwohl er sonst ein gutes Spiel gemacht hat. Aber das wird der Junge überstehen und wird daran wachsen. Sowas mussten auch schon die ganz großen verkraften. Wir zählen auf Dich, Ede!

Ansonsten möchte ich keinen Spieler hervorheben, denn diese Truppe macht Spaß! Heute war halt mal Pech angesagt, wird auch mal wieder anders!

Statistik: Torschüsse 16 : 12, gespielte Pässe 572 : 362, angekommene Pässe 464 : 270, Passquote 81% : 75%, Ballbesitz 61% : 39%, Zweikampfquote 46% : 54%, Ecken 6 : 2! Das alles zeigt wie stark die Bielefelder waren – trotzdem hatte der FCN die besseren Chancen. Meine Meinung! 🙂

RelVoSprung -1:

Wir hätten heute mit einem Erfolg auf Platz 1 springen können, aber lieber jagen als gejagt zu werden. Ja, blöder Spruch, aber wird schon. Wir bleiben dran, die Saison ist noch lang. Vielleicht noch zu erwähnen ist, dass der Nachbar aus dem Westen wieder auf dem letzten Platz abgerutscht ist.

Fans:

Eine schöne Choreo wurde gezaubert und die Freude über den Derbysieg bestimmt noch die Ultras. Das ständige besingen des Siegs in Fürth als die Truppe in der Kurve stand, empfand ich als nicht so toll, suggeriert es doch „egal was etz noch kommt, wir haben das Frankenderby gewonnen“. Und abermals lassen die Stimmungsmacher am Unterrang jegliches Gefühl für die Gemüter der Spieler vermissen, denn ein „Cedric Teuchert“-Sprechchor hätte den Jungen noch aufbauen können. Aber vielleicht gehört das zur Fankultur von gestern. Beim nächsten Mal, ich glaub an Euch!

Zu erwähnen wäre hier noch, dass die große Anteilnahme der Glubbfamilie am Schicksal der kleinen Lina dazu geführt hat, dass der Verein „Franken-Hilft“ gestern gegründet wurde. Nun kann endlich die Gemeinnützigkeit beantragt werden! Danke an alle Helfer!

Alles für rot-schwarz!


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4 Kommentare zu “FCN – Bielefeld 1:2! Lucky Punch durch groben Schnitzer!”

  1. Muffi 8 sagt:

    War tatsächlich eine unglückliche niederlage. Der abpraller von kirschba war kein kopfball sondern ein strammer schuss, den er klasse hält aber halt nicht festhalten kann. Wenn einer schuld ist, dann Behrens der den ball in der vorwärtsbewegung verliert. Aber passiert halt. Nach 5 Wiederholungen sieht man’s halt besser als im stadion. Das 2. Tor der Arminia darf gar nicht zählen. Gestrecktes Bein bei Löwens „Patzer“. Von daher sehe ich es wie der Bomber. Unglückliche niederlage gegen sehr starken Gegner.

  2. Matt sagt:

    Sehe ich auch so, mit gestreckten Bein und offener Sohle, wenn Löwen da drauf hält, deshalb hat er ja reklamiert. Wurde halt leider nicht abgepfiffen. Shit happens.

  3. Trotzdem muss ein Profi weiterspielen. Mund abputzen, weiter gehts!!

  4. […] FCN – Bielefeld 1:2! Lucky Punch durch groben Schnitzer! […]

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