IMG_4277.JPGDie Selbstdarsteller übernehmen wieder das Ruder beim 1. FC Nürnberg. Haben wir uns in den letzten Jahren immer gerühmt ob der Ruhe im Umfeld – was auch in Krisen eindeutig ein Trumpf war – so is nun der Glubb der 80er, 90er, der Vor-Bader-Zeit, die Ulknudel des deutschen Fussballs wieder da. Die Schmierblattpresse hat jeden Tag einen neuen Skandal (siehe auch Foto von Simon), und immer wieder einen anderen Vollhonk, der bereitwillig auspackt und sich zitieren oder gar filmen lässt. Jeder ist wichtig, jeder hat was zu sagen, oft auch über den anderen.

Persönlich enttäuscht bin ich, dass sich hier nun auch mein Radio-Idol der 80er, dessen Abstiegsmoderation von 1999 mir heute noch Tränen der Wut in die Augen treibt, mit einzureihen gedenkt. Als nach dem x-ten Tiefpunkt der Saison (diesmal gegen Fussballgigant Heidenheim) der Aufsichtsratsvorsitzende Schramm auf wichtig bzw. Wichtigster machte, und Bader sowie Wolf zum Krisengespräch einzitierte, musste Günther Koch als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender draussen bleiben, weshalb er trotzig vor die sabbernde Pressemeute trat und Dampf abließ. Da könnte auch in der Serengeti ein von der Herde verstoßenes Gnu sich bei der Löwen-Herde ausheulen. 😉

Dass da selten was vernünftiges rauskommt dürfte klar sein: Bader müsse weg und nicht Ismael als „Bauernopfer“ polterte GüKo, dabei hatte ihm niemand gesagt, dass der bemitleidenswerte Trainer heute gar nicht entlassen wurde – gemein.

Doch die schreibende Zunft machte gleich kehrt und wartete glucksend auf Schramm, um gleich zu petzen, was der Ex-Moderator gesagt hat. Schramm näselte pathetisch in die Mikrophone, dass er sich für dessen Verhalten, natürlich im Namen aller Aufsichtsräte entschuldige und bezeichnete das Gesagte auch noch als vereinsschädigendes Verhalten.

Leider wissen wir alle, dass es das wohl noch lange nicht gewesen ist, denn schon springt Finger schnipsend Besserwisser Schamel in die Luft: Hört mir zu, ich weiß auch was.

Schamel, der nach einer demokratischen Entscheidung das Gremium verlassen hat (jaja, das System ist nicht vollkommen) und nun blumig von einer Zukunft unter ihm und blühenden Landschaften berichtet („Pro Club 2020„), möchte wieder rein in dieses Gremium. Er verhält sich hier wie einer, der aus der Stammkneipe geflogen ist und nun mit paar „Freunden“ Verstärkung zurückkehrt. Meist gibts bei sowas jede Menge Scherben, womit wir wieder beim Bild wären.

Nichts als Wahlkampf

Selbstverfreilich verhalten sich alle so komisch, weil am Dienstag JHV (in der Frankenhalle) ist und viele von den lauten Personen ihre Meinung über die Presse verbreiten wollen. Motto: Bist Du gegen Bader, is Schamel-Koch Dein Team. Soll es weiterhin „seriös“ zugehen: Meister Schramm steht zur Wahl!

Also schauen wir uns doch diese drei lauten Personen mal näher an, wobei ich das „Bader raus“ nicht in den Vordergrund stelle, nur um das vorweg zu nehmen. Denn das war es auch was ich nach dem feststehenden Abstieg zu Querulant Kurzmann sagte, als er diese außerordentliche Sitzung initiierte: Bader sollte zur ordentlichen Sitzung bewertet werden und nicht nach einer extrem unglücklichen wie unfähigen Saison. So, und das ist am Dienstag soweit… also gute Noten kann ich ihm auch nicht ausstellen. Nun sollten vernünftige Leute in den entsprechenden Gremien entscheiden, ob Bader weg muss oder nicht!

Doch zurück zu den drei Protagonisten:

IMG_4268.JPGGünther Koch kann phantastisch reden – klar, als Radiomoderator – und wurde wohl auch deshalb damals in den AR gewählt. Ihm nehme ich das große Glubb-Herz ab, auch wenn in letzter Zeit viel eigenartiges von ihm kursiert, allen voran ein Video, in dem er wohl nach Genuss mehrerer „Whisebeer“ (der Franke sagt „Weizen“) das Trible des FC Bayern feiert und mit Bauern-Schal dekoriert einer TV-Station ein befremdlich wirkendes Interview gibt.
Möchte ich ihn im AR sehen? Nein, nicht den GüKo anno 2014! Aber er steht nicht zur Wahl… eigentlich. 😉

Hanns-Thomas Schamel ist ein Unternehmer, der in Franken (Baiersdorf) eine fränkische Spezialität (Kren / Meerrettich) herstellt und als „bayrisch“ verkauft. Der Erfolg gibt ihm recht, aber ich wäre mir nicht so sicher, ob nicht die von ihm zitierte „Marke FCN“ letztendlich ein „1.FC Bayern Nürnberg“ wird? GüKo würde es bestimmt freuen, vermute ich mal! 😉
Möchte ich ihn im AR sehen? Nein, schon allein wegen dem undemokratischen Hin und Her nicht.

Klaus Schramm braucht auch Aufmerksamkeit, denn er war es der als „Plapperschramm“ den schweizer Trainer Gross vergraulte, als für den kriselnden Erstligisten Nürnberg noch alles drin war. Was folgte, war ein sturer Holländer Verbeek und nun das totale Desaster. Ist er daran schuld? Vielleicht! 😉
Möchte ich ihn im AR sehen? Nein, da schon allein seine Begrüßungsreden den Mitgliedern wahre Schmerzen bereiten!

Fazit: Es gibt so viele ambitionierte Kandidaten wie Johannes Bisping, Klaus Daedelow, Stefan Geppert, Prof. Dr. Rainer Gömmel, Dr. Thomas Grethlein, Ruth Höpfel, Klaus Kreutzer, Stefan Müller, Marc Oechler, Bernd Raschke, Michael Röhler, Siegfried Schneider, Christian Silberhorn und Mathias Zeck, die sich jetzt schon ruhig und anständig verhalten. Ich würde Ihnen, liebe Mitglieder raten, Ihre Stimmen eher hier zu verteilen – so Sie mich denn fragen sollten. 🙂


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7 Kommentare zu “JHV: Schramm, Koch, Schamel und der FC Bayern Nürnberg?”

  1. Glubberer 68 sagt:

    Was soll uns der Beitrag sagen? Dass Schamel und Koch fränkische Vaterlands-verräter sind und Schramm uns den Meistertrainer vergrault hat? Da ist man schon froh einen Urfranken wie MB in den eigenen Reihen zu haben, der unerfahrenen Trainern auch mal ne Chance gibt….

  2. @Glubberer: Bitte noch mal lesen, in Ruhe und ohne Wut im Bauch. 🙂 Auch MB-Theatralik ist nicht nötig…

  3. shultzie sagt:

    Es wird auf alle Fälle spannend werden morgen in der Frankenhalle! Ach übrigens: GüKo hatte nicht den Ar*** in der Hose, meinen offenen Brief als Kommentar bei sich freizuschalten oder gar zu kommentieren. Ich habe langsam wirklich das Gefühl, dass ich mit meiner Vermutung, dass Schamel, Koch und Consorten Schmelzer wieder inthronisieren wollen, gar nicht so verkehrt liege. Wieso sonst befasst sich Herr Koch mit abwertenden Kommentaren auf seinem Blog, nicht aber mit sachlich geäußerter Kritik?

  4. @shultzie: So ist das mit der Kritik, geübt ist sie schnell – zugelassen meist wenn überhaupt nur langsam!

  5. Was mich wundert: Schamel hat im BR sein „Team 2020“ benannt, aber da sind ja keine Aufsichtsratkandidaten dabei! Wie soll er dann die „Mehrheit“ erlangen?

  6. Claus sagt:

    @Bomber: Natürlich hat er seine Mitstreiter benannt.
    http://www.nordbayern.de/sport.....-1.3912485
    Aber das ist ja nun Schnee von gestern.
    Es hätte schlimmer kommen können. Schramm und Schneider raus, Gömmel rein, immerhin. Was ich von den anderen halten soll weiß ich noch nicht, das wird sich zeigen.

  7. Richtig, eine gute Wahl für meinen Geschmack!

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