Oh Mann. Der Glubb holt seinen ersten Punkt in dieser Saison, ist aber weiterhin Letzter. Für einen wirklichen Stimmungsumschwung ist das zu wenig, aber zumindest konnte man eine Entwicklung sehen und gleichzeitig bei ein paar Neuzugängen erkennen, dass sie uns noch Freude machen könnten. Der 1. FC Nürnberg spielt in Spiel 1 nach Jander (wechselt nach Southampton) gegen den SC Paderborn 0:0-Unentschieden und konnte sich aus der Kurve aufmunternden Applaus holen. Das Nürnberger Publikum honoriert das Bemühen und scheint die Entwicklung weiterhin mitzutragen. So gab es auch heute keine Rufe, die eine Entlassung des Trainers forderten. War in früheren Jahren schon mal anders.
Der Glubb war von Beginn an engagiert, auch wenn Paderborn nach einem Standard die erste Möglichkeit hatte. Dann aber lief viel über die linke Seite, wo Mohamed Alì Zoma ordentlich Dampf machte. So setzte Telalovic eine Zoma-Flanke in der 12. Minute knapp neben das Tor.
In der 35. Minute Glück für den FCN: Obermair schießt und Janisch fälscht den Ball ab, der krachend am Querbalken landet. Reichert wäre machtlos gewesen.
Nur 2 Minuten später schickt Justvan Zoma, der leider zu lange braucht um zu schießen, sodass ihm Hoffmeier den Ball vom Fuß klauen kann.
Dann der Aufreger der 1. Hälfte: Nach einem Freistoß pariert Reichert 2 Nachschüsse, doch plötzlich sieht Janisch glatt Rot und es gibt Elfmeter. Chaos im Stadion, natürlich wurde die Situation vom VAR überprüft. Nach gefühlt ewiger Zeit war dann klar: Brackelmann stand vorher im Abseits, weshalb Strafstoß und rote Karte zurückgenommen wurden.
Nach der Pause kam Biron ins Spiel, aber wieder die erste Möglichkeit für den SCP. Baur mit einem Flachschuß, den Reichert nach vorne abwehrt. Den Nachschuß von Bilbija wehrt Reichert mit dem Kopf ab! Gleich danach auf der Gegenseite legt Telalovic toll für Biron ab, der das Ding in die Wolken jagt. Ach komm schon!
Plötzlich Tor für Paderborn, doch auch hier greift der VAR zurecht ein und klaut das Tor. Baur stand im Abseits.
In der 71. Minute die mega Chance für Zoma, der über die linke Angriffsseite auf das Tor läuft, doch Seimen kann parieren. Telalovic kommt nicht zum Nachschuß.
Dann die Nachspielzeit und die 96. Minute mit einer dicken Chance für den SCP, doch Michel köpft über da Tor. Diesmal bleibt uns das Desaster erspart.
Fazit:
Es ist schon eigenartig zur Zeit beim Glubb: Tabellenletzter mit Null Punkten, aber das Umfeld ist noch relativ gelassen. Nun gut, am Trainerstuhl wird nicht lautstark gesägt (außer von NN und BILD), weil jeder weiß, dass der beliebte Miro wohl wenig dafür kann, wenn ihm alle guten Spieler ständig wegverkauft werden – und die gewünschten Neueinkäufe sich nicht im gewünschten Maße einstellen. Eher müsste man derzeit Joti Chatzialexiou für die Misere kritisieren. Zwar konnte mit Finn Ole Becker ein guter Mann fürs Mittelfeld verpflichtet werden, wenn aber am Tag nach der Verkündung der Abschied von Caspar Jander klar wird, ist das sehr schlecht für die Stimmung. Aber klar, Joti hat noch bis 1. September um 18 Uhr Zeit gute Spieler zu holen. So lange müssen wir mit einer abschließenden Bewertung der Transferphase noch warten.
Statistik: Tore 0:0, Torschüsse 14:15, Ballbesitz 47:53%, Zweikampfquote 42:58%, Ecken 7:5, xGoals 0,95:1,19! Das Spiel wirkte besser, als es die Statistik aussagt. Aber klar, fällt das Ding in der 96. rein, ist Polen offen – macht Biron den Schuß unter die Latte statt drüber und wir gurken das 1:0 nachhause, ist wieder (fast) alles gut. Die Länderspielpause muss jetzt perfekt genutzt werden.
RelVoSprung -7/-2
Weiterhin Letzter! Hinter Hertha BSC (0:2 zuhause gegen Elversberg) und Bochum (1:2 zuhause gegen Münster). Spitzenreiter ist Hannover mit einer perfekten Ausbeute von 4 Siegen in 4 Spielen vor Elversvberg und Arminia Bielefeld. Aber warten wir die restliche Spiele noch ab.
Fans:
Wow, ich bin geplättet. 30.716 Zuschauer kommen ins Stadion zum Tabellenletzten! Das finde ich echt viel, zumal aus Paderborn gefühlt nur 2 Busse gekommen waren und sich 150 Leutchen in den Gästeblock verirrten.
Gänsehaut natürlich vor dem Spiel, als die Nordkurve sich noch einmal gebührend bei Ex-Kapitän Enrico Valentini verabschiedete. Die Ansicht seiner Rückennummer 22 über die gesamte Höhe von 9-11er und 12er mit dem Spruch “Questo non é un addio – ma ci mancherai” (das ist kein Abschied – aber wir werden dich vermissen). Vale stand mit seiner Familie auf der Tartanbahn und genoss die Huldigungen. Sehr geile Bilder, sehr schöner Augenblick (hier auf Instagram ansehen)
Ansonsten ist jetzt Länderspielpause und danach geht es am Samstag, den 13.09. zum Karlsruher SC. Das ist der 5. Spieltag, den is prophezeit habe, dass da Klose angezählt wird. Nunja, irgendwie hatte ich ja bis jetzt schon Recht, also würde ich mich über einen Auswärtssieg sehr freuen!
Alles für rot-schwarz
@glubb_blog_de folgen« Preussen Münster – FCN 2:1! Wieder zerstört eine schlechte Halbzeit das Endergebnis!