Endlich wieder mal ein Sieg im Frankenderby! Was haben wir nicht alle davon geträumt! Ich für meinen Teil habe es wirklich nicht erwartet und darum den Derbysieg gegen Greuther Fürth ausgiebig gefeiert. Das ist der Grund, warum der Bericht erst am Dienstag drauf erscheint. 😉 Der 1.FC Nürnberg schlägt die SpVgg Greuther im 269. Frankenderby mit 2:0 und als ob das nicht alleine schon ein Grund zum Feiern wäre, hat der FCN auch noch richtig überzeugt in diesem Spiel: Spielerisch und vor allem kämpferisch! Dazu sorgten die Fans im Stadion mit der angemessen guten Stimmung sowie die Ultras mit einer herrlichen Choreo für einen überragenden Rahmen. Die beste Figur machte aber der Trainer des Glubb! So kanns weitergehen, meine Freunde!

Endlich mal war es Nürnberg, die von Anfang an voll im Spiel waren – hatte ich mich doch die letzten Jahrzehnte immer beschwert, dass die Kleeblätter das erfolgreich vorlebten (“So spielt man ein Derby” von 2011). Sportreporter fanden das Wort “gallig”, dass ich für dieses Spiel gerne übernehme! Wie gesagt, der Glubb Herr im Haus und gleich mit Möglichkeiten. Der überraschend in die Startelf berufene Castrop überraschte dann auch in der 8. Minute mit einer Flanke von der Torauslinie an den “langen Pfosten” Torhüter Linde, leider konnte dieser aber dann den Abstauber von Daferner gerade noch entschärfen.

Wenig später hatte Handwerker “seinen” Moment: Erst konnte er sich gegen Hrgota den Ball erkämpfen, trieb das Leder bis zum Strafraum der Westvorstadt, verzögerte und schlug eine Maßflanke auf den langen Pfosten, wo Duah freistand. Dieser legte den Ball per Kopf in die Mitte, wo Daferner das Rund mit dem ganzen Körper ins Tor rannte! TOOOR! 1:0 im Derby! Ekstase im Max-Morlock-Stadion in der 15. Minute!

Fürth musste nun kommen, doch ein kämpferischer Glubb verhinderte Torchancen und kam selber zum Zug: Geis per Freistoß, den Linde über die Latte lenken konnte sowie Duah mal aus der Ferne und mal aus der Drehung. Die Kleeblätter kamen zur besten Chance in der ersten Hälfte, als Linde einen Ball weit nach vorne schlug, Hrgota diesen erlaufen konnte, doch am rausgelaufenen Mathenia im eins gegen eins scheiterte. Pausenführung und Applaus für unsere Jungs!

Die zweite Hälfte startete mit Fürther Pyro, während fast das 2:0 gefallen wäre, doch Hübner setzte nach Flanke des eingewechselten Valentini den Kopfball knapp über den Querbalken. Dann verlegte sich der Glubb auf die Defensive und überließ grün den Ball. Nur einmal kamen Sie durch das Schindler-Hübner-Bollwerk, doch Mathenia konnte Raschls Schuss vom 5er Eck mit dem Fuss abwehren.

Dann Nürnberg wieder mit Aktionen: Hübner mit einem Kopfball nach einer Ecke, doch Lindner parierte. Nun wechselte Robert Klauß dreifach: Wekesser für Duah, Wintzheimer für Daferner und Duman für den starken Castrop. Die Jungs waren platt, darum war die Sorge groß, dass der Spielfluß unterbrochen wird. Doch das Gegenteil war der Fall: Diese drei brachten die Entscheidung!

MMD behauptet an der Außenlinie gegen drei Fürther den Ball, passt auf Wekesser, der ebenfalls gegen drei bis zur Grundlinie läuft, auf Duman zurücklegt, welcher wieder gegen drei sich zum Tor bewegt – aber statt selbst zu schießen auf Wintzheimer ablegt, der aus 5 Metern abschließen kann! TOOOR! 2:0! JAA! Jubeltraube vor der Nordkurve (siehe Bild)! Das “Klauß-Trio” war 10 Minuten auf dem Platz! Wahnsinn!

Fürth ging nun all in, hatte aber keine Chancen mehr, auch weil der eingewechselte Fofana mit seinen Abwehraktionen im Stadion für positives Raunen sorgte. Dann kam der Schlußpfiff und alle Dämme brachen! Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Fazit:

Das war ein Super-Auftritt des 1.FCN, der gerne belächelt wird! In der Woche davor geht ein Stammspieler (Sörensen nach Prag) und der wichtigste Mittelfeldspieler verletzt sich (Tempelmann, gute Besserung). Vielleicht waren sich auch deshalb die Leute aus dem Westen der Frankenmetropole etwas zu sicher. Aber Nürnberg zeigte die richtige Reaktion!

Es freut mich wahnsinnig für Daferner (“mei Daferner”), dass er nun auch sein Tor gemacht hat. Für einen neuen Stürmer immer extrem wichtig (also auch für Wintzheimer)! Als nächstes freut es mich wahnsinnig für Castrop, der in so ein wichtiges Spiel “reingeschmissen” wird und gleich “Rekord schwimmt”! Aber auch die anderen: Geisi war richtig scharf in dem Spiel, Gyamerah nahm das für ihn neue Frankenderby so an, dass er zur Halbzeit schon “gelbrotgefährdet” raus musste – Valentini ersetzte ihn aber 1:1! Hübner, Schindler, natürlich Handwerker, ich bin begeistert! Und Mathenia heute für mich mit Note 1! Dass Mats Möller-Daehli diesmal nicht so rausstach, zeigt wie stark die Truppe heute war!

Statistik: Tore 2:0, Torschüsse 16:8, Ballbesitz 35:65%, Zweikampfquote 53:47%, Ecken 6:6. Der Ballbesitz zeigt wie sehr man Fürth den Ball überließ, aber dafür stimmt die Zweikampfquote – das will ich in jedem Derby sehen! Eigentlich in jedem Spiel! 😉

Zu guter Letzt unser Coach: Robert Klauß gab eine super Figur ab (ein Boulevard-Blatt in Nürnberg gab ihm plakativ die Note 1)! Top Truppe aufgestellt, diese top eingestellt, top gewechselt und dann beim Feiern der erste gewesen, der in die Kurve gerannt ist, um da dann mit seinen Spielern zu springen (siehe Bild) – und sich auch aufs Foto mit “Nummer 1 in Franken” zu stellen. Wenig später aber sachlich und kühl in der Pressekonferenz wieder “Profi” zu sein und das Spiel zu analysieren! TOP!

RelVoSprung -3/+3:

Ja, ich finds ja auch noch etwas zu früh, aber wir müssen einfach über die anderen Teams sprechen: Denn Tabellenführer ist der nächste Gegner des FCN in der Liga: Jahn Regensburg mit einem überzeugenden 3:o bei Bundesligaabsteiger Bielefeld! Also muss der Glubb wie letzte Saison schon zum Spitzenreiter in die Oberpfalz! Auf Zwei Heidenheim nach einem 3:0 über Braunschweig und dann Düsseldorf durch ein 2:1 über Paderborn. Am Tabellenende steht der KSC nach einem 0:5 am ersten Spieltag und einem 2:3 gegen Aufsteiger Magdeburg zuhause. Davor Braunschweig und Bielefeld, Fürth auf Platz 15 nach einer 2:0-Niederlage im Frankenderby!

Fans:

Ja was soll ich sagen! Ãœberragend! DANKE! Vor allem danke Basti Grau! Aber der Reihe nach: Es gab eine Choreo in drei Stufen! Großer Aufwand für die Ultras, auch damit das den Leuten mitzuteilen, damit nicht jeder hochhält was er will. Zuerst die große Blockfahne mit den beiden Stadtwappen und dem FCN-Logo (das sollte aufs Trikot nächstes Jahr!), dazu der Spruch “GRÖSSER ALS IHR – GRÖSER ALS ALLES”!

Dann als Stufe 2 der Schriftzug “ALLES GEBEN FÃœR NÃœRNBERG” und dazu tausende Fahnen in allen Blöcken der Nordkurve! Stufe 3 war dann Konfetti und Rollen nach dem Countdown, den man leider nicht gehört hat.

Zum Ende hin ließ man Basti Grau die Schlußstimmung anheizen und er machte das, was ich so liebe: Er stimmt die Klassiker an, die alle Zuschauer kennen und sogar die Gegengerade mitsingt! Natürlich durfte “Alle Mann nach vorn” nicht fehlen. Ein rundum gelungener Tag mit herrlichem Biergarten-Wetter nach dem Derbysieg! Ach könnte es doch immer so erfolgreich sein!

Damit kommen wir zum nächsten Spiel: Der Glubb muss im DFB-Pokal zum 1. FC Kaan-Marienborn aus der Regionalliga West. Auf keinen Fall zu unterschätzen, wie das letzte Wochenende gezeigt hat, als die Truppe gegen Gladbach II in der 92. und 95. Minute ein 0:1 noch in einen Sieg verwandelt hat. Also vorsichtig, kämpfen und siegen!

Denn der 1.FC Nürnberg braucht die Kohle aus dem DFB-Pokal, da wir leider die Lizenz nur mit Auflagen bekommen haben. Also gebt alles, Männer! Auch wenn man durch den Derbysieg in Nürnberg wohl “Kredit” bis September hat! 😉 Wir wollen Euch siegen sehen und wir lieben es Euch siegen zu sehen!

Alles für rot-schwarz


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